‣ Ausstellungen | Wismar 2012 – Presse

Baumhaus Wismar, Manfred W. jürgens
Wismar, Alten Hafen mit Speichern und Baumhaus

‣ Ostseezeitung Wismar

Tafelbilder von Manfred W. Jürgens27.4.2012

‣ Ostseezeitung Wismar

Bilder mit Magie und Ehrfurcht vor der Schöpfung30.4.2012

‣ Ostseezeitung Rostock

Tafelbilder – Realismus trifft Renaissance4.5.2012

‣ Ostsee-Anzeiger

Manfred W. Jürgens zeigt Tafelbilder im Baumhaus9.5.2012

Ostseezeitung Wismar · Nicole Hollatz · 27.4.2012

Tafelbilder von Manfred W. Jürgens

Erstmals in Deutschland zeigt Manfred W. Jürgens sein überlebensgroßes Tierbildniss der selbstbewussten Schweizer Kuh Soraia.


Realistische Malerei, Kunst, Neuer Realismus, Sachlichkeit, Bildende Kunst, Manfred W. Jürgens

Wismar


Am Freitagabend wird Manfred W. Jürgens wieder die Räume des Wismarer Baumhauses füllen, so wie ihm das schon 2006 gelang. Am 27. April wird um 19.30 Uhr seine Ausstellung "Tafelbilder" eben dort eröffnet. Jürgens zeigt in der Ausstellung Porträts und Stillleben, die in den letzten sechs Jahren in Wismar und Hamburg entstanden sind. Einige Arbeiten stellt er erstmals in Deutschland aus, wie das überlebensgroße Tierbildnis der selbstbewussten Schweizer Kuh Soraia und des vor der Hamburger Herbertstraße posierenden Hahns Georg. Der Mecklenburger Künstler lebt und arbeitet seit 2007 in Hamburg.

Ostseezeitung Wismar / Lübecker Nachrichten · Nicole Hollatz · 30.4.2012

Bilder mit Magie und Ehrfurcht vor der Schöpfung

Eine Ausstellung mit Arbeiten von Manfred W. Jürgens wurde am Freitagabend im Baumhaus eröffnet. 300 Gäste nahmen an der Vernissage teil.


Realistische Malerei, Kunst, Neuer Realismus, Sachlichkeit, Bildende Kunst, Manfred W. Jürgens

Wismar


Es war eine Vernissage mit 300 Gästen im und vor dem Wismarer Baumhaus. Eine Vernissage, die bis in die späte Nacht ging. Eine Vernissage mit Manfred W. Jürgens, gebürtig in Grevesmühlen, wohnhaft in Hamburg.

"Bilder und Künstler kehren nach Wismar zurück, so als gehörten sie immer hierher", sagte Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) schmunzelnd in seiner sehr freundschaftlichen Laudatio bei der Ausstellungseröffnung am Freitagabend. 2001 hatte Manfred W. Jürgens erstmals im Baumhaus ausgestellt, dann 2006 und nun wieder. Dazwischen hatte er Ausstellungen in Güstrow, Leipzig, Kühlungsborn, Venedig, Hamburg und in der Schweiz.

Beyer erzählte von der Detailversessenheit des Malers, der nach wie vor den großen Künstlern auf der Spur sei, um herauszubekommen, wie sie manches in ihren Bildern hinbekommen hätten. Dürer malte 1502 den Feldhasen, Jürgens 2007 die selbstbewusste Schweizer Kuh "Soraia". Was Dürer und Jürgens sowie Hase und Kuh gemeinsam haben, ist dieser Realismus, dieser manische Hang zum Detail, während andere Künstler vermeintlich modern abstrahierend malen.

Jedes Haar, jede Feder wird gemalt. Jürgens fügt aber der Realität noch etwas hinzu. Es gelingt ihm, den Menschen auf der Leinwand etwas Magisches zu verleihen. Es handelt sich nicht um die toten Abbilder von Menschen, die den meisten Betrachtern unbekannt sind. Die 86-jährige Sängerin Ruth Rupp beispielsweise lächelt von der Leinwand. Und der Betrachter lächelt zurück. Fühlt sich sofort verbunden mit der Frau.

Vielleicht, weil Jürgens versucht, viel vom Portraitierten in sein Bild hinein zu stecken. Er beobachtet, macht Fotos, Skizzen. Und lauscht dem, was sein Gegenüber erzählt. Neun Monate hat er am 1,37 mal 1,72 Meter großen Portrait von Erna Thomsen gemalt. Immer zehn, fünfzehn Stunden am Stück. "Das ist wie Meditation, das merkt man nicht", erzählt er. Beim Malen höre er Hörbücher oder Musik, bei Erna habe er die Musik der 86-jährigen gehört. Die Musik, die seit mehr als sechs Jahrzehnten im "Silbersack", der Kultkneipe von Erna Thomsen auf St. Pauli, spielt.

Jürgens hat den Stil der Renaissance für sich neu interpretiert, mischt die Technik von vor 500 Jahren mit den bis zu zwölf Malschichten der Lasur mit der neuen Sachlichkeit der 1920er-, 1930er-Jahre. Dadurch gewinnt der mitunter düstere Renaissance-Realismus eine wunderbare Leichtigkeit. Er kopiert die Realität nicht, sondern schafft eine neue. Eine perfektere.

"Der innere Kanon der Arbeit von Manfred W. Jürgens ist mit einem Wort zu umschreiben", so Bürgermeister Beyer, "Würde oder Ehrfurcht vor der Schöpfung. Das gilt für Mensch, Tier und Möhre gleichermaßen." Vielleicht liegt genau darin die Magie der Bilder von Manfred W. Jürgens.

Bildunterschrift: Das Bild "Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys" – 1,47 mal 2,50 Meter groß – enthüllte Manfred W. Jürgens feierlich in der Ausstellung im Baumhaus.
Manfred W. Jürgens
Der Künstler wurde am 19. November 1956 in Grevesmühlen geboren und studierte Kommunikationsdesign in Berlin. In der Wendezeit arbeitete er als Wissenschaftsgrafiker für den Tierpark Berlin und später im Kulturmanagement. Seit 1993 ist Jürgens freischaffend als Maler tätig, zunächst in Wismar und seit 2007 in Hamburg. Bilder mit Magie und Ehrfurcht vor der Schöpfung. Eine Ausstellung mit Arbeiten von Manfred W. Jürgens wurde am Freitagabend im Baumhaus eröffnet. 300 Gäste nahmen an der Vernissage teil.

Ostseezeitung Rostock · Grit Schreiter · 4.5.2012

Tafelbilder – Realismus trifft Renaissance

Der gebürtige Grevesmühlener Manfred W. Jürgens zeigt seine Werke in der Wismarer Galerie Baumhaus.


Realistische Malerei, Kunst, Neuer Realismus, Sachlichkeit, Bildende Kunst, Manfred W. Jürgens

Wismar


Er malt seit seinem dritten Lebensjahr. Als Kind besuchte Manfred W. Jürgens oft seine Großeltern bei Dresden, ließ sich von den Alten und Neuen Meistern in den Gemäldegalerien anregen. Vor allem Albrecht Dürer (1471-1528), Hans Holbein der Ältere (1465-1524) und Otto Dix (1891- 1969) haben es ihm angetan. Später verbrachte der gebürtige Grevesmühlener ganze Tage vor den Werken, um sich inspirieren zu lassen.

Bis 20. Mai stellt der heute in Hamburg lebende Künstler in der Wismarer Galerie Baumhaus seine Tafelbilder aus. Er zeigt Porträts und Stillleben der vergangenen Jahre. Zu sehen ist etwa das Porträt der ältesten aktiven 87-jährigen Hamburger Gastronomin, Erna Thomsen, die seit 63 Jahren hinter dem gleichen Tresen steht. In ihrer Bar, dem "Silbersack", traf sich der gelernte Seemann Jürgens auch mit dem Schauspieler Ulrich Tukur ("Das Leben der Anderen", "Nordwand"). Ihn wollte Jürgens malen, seit er ihn in einer Talkshow gesehen hatte. "Ich fand ihn tiefgründig, uneitel und witzig", sagt Jürgens. Um Tukur auf sich aufmerksam zu machen, schickte ihm Jürgens eine Mappe mit seinen Werken. Der Mime fand ihn gut und lud Jürgens in seine Wahlheimat Venedig ein.

Als Tukur 2009 mit seiner Band, den Rhythmus Boys, in Hamburg gastierte, standen die Bandmitglieder für den Maler Modell. Das Ergebnis ist ein 2,5 Meter breites Band-Porträt, das erstmals in Wismar öffentlich gezeigt wird.

Als "Neuen Realismus" bezeichnet der 55-Jährige seinen Stil, der die Gegenwart mit der Sichtweise der Neuen Sachlichkeit der 1920er Jahre und dem Handwerk der Renaissance verbindet.

Bis heute ist Jürgens den alten Meistern treu geblieben. Diesen Sommer wird er in Venedig im "Museo della Fondatione Querini Stampalia" ein unvollendetes Werk von Giovanni Bellini (1437-1516) genau studieren. "Die Vorgaben der Kirche waren ihm egal. Er hat die Madonnenporträts auf die Erde geholt. Das haut mich vom Hocker", schwärmt er über den Künstler der Früh-Renaissance. Jürgens lässt sich vom Markt nichts vorschreiben. "Ich bin trendresistent und springe auf keine Strömungen auf, nur um Geld zu verdienen."

In den Zusammenhang kann man vielleicht auch seine "Ein-Bild-Ausstellungen" einordnen. Für wenige Stunden stellt er an einem untypischen Ort, meist dem Wirkungsort des Porträtierten, ein Werk auf. In den "Silbersack" kamen 2010 innerhalb von vier Stunden 400 Besucher, um das Porträt von Erna Thomson zu sehen. Ähnlich viele scheuten 2007 den Anstieg auf den 1500 Meter hohen Schweizer Berg Alp Wispile bei Gstaad (Kanton Bern) nicht, um Jürgens' Porträt der Kuh Soraia zu bestaunen. "Kunst verkommt heute immer mehr zu einem Massen-Hype. Viele Leute gehen in Museen, weil es schick ist. Wenn man an ungewohnten Orten ein Bild ausstellt, kann man sicher sein, dass die Leute nur deswegen kommen", meint Jürgens.

Bildunterschrift: Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys wurden 2010 von Manfred W. Jürgens auf Leinwand verewigt.

Ostsee-Anzeiger · 9.5.2012

Manfred W. Jürgens zeigt Tafelbilder im Baumhaus

Auch die Sängerin und Schauspielerin Ruth Rupp wurde von Manfred W. Jürgens portraitiert.


Realistische Malerei, Kunst, Neuer Realismus, Sachlichkeit, Bildende Kunst, Manfred W. Jürgens

Wismar


Der Maler Manfred W. Jürgens präsentiert seine seit 2006 geschaffenen Tafelbilder im Baumhaus am Alten Hafen in der Hansestadt Wismar. Die Ausstellung ist bis zum 20. Mai zu sehen – dienstags bis sonntags von jeweils 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Jürgens zeigt in der Ausstellung Portraits und Stillleben, die in den letzten sechs Jahren in Wismar und Hamburg entstanden sind. Einige Arbeiten stellt er erstmals in Deutschland aus, wie die überlebensgroßen Tierbildnisse der selbstbewussten Schweizer Kuh 'Soraia' und des vor der Hamburger Herbertstrasse posierenden Hahns 'Georg'.

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden Portraits wie das der 86-jährigen Ruth Rupp, oder das Portrait der ältesten aktiven Hamburger Gastronomin Erna Thomsen, die seit 63 Jahren hinter ihrem Tresen auf St. Pauli steht. Zudem wird das lebensgroße Portrait der nach eigenen Aussagen 'ältesten Boygroup der Welt', der Band 'Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys', erstmals öffentlich präsentiert.

Auch Stillleben werden zu sehen sein. Gedanklich beschäftigen sich diese zum Beispiel mit dem Krimiautor Georges Simenon und dem Barockmaler Juan Sanchez Cotan. Als Ackerboden-Panorama nehmen sie auch Bezug auf eine Zeit, in der Jürgens in der Landwirtschaft das Geld für seine Malerei verdiente. Mit geringen Mitteln - einem Messer, Käse, ein paar Gläsern - erzeugt er ein harmonisch abgerundetes und doch inhaltlich verstörendes Bild. Während Jürgens' Portraits leben, der Betrachter sich fragt, ob er das Bild oder das Bild ihn sezierend anblickt, spielen in seinen Stillleben immer auch Tod und Vergänglichkeit eine Rolle.

Der in Mecklenburg geborene Manfred W. Jürgens studierte Ende der 1980-iger Jahre Kommunikationsdesign in Berlin. In der Wendezeit arbeitete er als Wissenschaftsgrafiker für den Tierpark Berlin und später im Kulturmanagement. Seit 1993 ist Jürgens freischaffend als Maler tätig, zunächst in Wismar und seit 2007 in Hamburg. Arbeitsaufenthalte führten ihn nicht nur in das europäische Ausland, sondern auch nach Sri Lanka, Taiwan und China. Nach Ausstellungen unter anderem in Güstrow, Kühlungsborn, Leipzig, Hamburg, Gstaad und Venedig zeigt er seine Tafelbilder im Wismarer Baumhaus.

Bildunterschrift: Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys wurden 2010 von Manfred W. Jürgens auf Leinwand verewigt.