| English | Galerie | Ausstellungen | Medien | Texte | Vita | Gedanken | Kontakt | Links | News | Aktuell | ||
| Technik | Gedanken | Tafel und Modell |
![]() |
||
Im Alter von 3 Jahren begann ich zu malen. Das macht jedes Kind. In den Sommerferien fuhr ich oftmals zu meinen Grosseltern in die Nähe von Dresden. Diese unterstützten mein Interesse am Malen durch Besuche der Dresdener Gemäldegalerien. Später verbrachte ich dort ganze Tage vor gezielt ausgesuchten Bildern, um von Alten und Neuen Meistern zu lernen. Drei Maler faszinierten mich am meisten: Albrecht Duerer (1471 - 1528), Hans Holbein der Ältere (1465 - 1524) und Otto Dix (1891 - 1969). Als junger Mensch kopierte ich die Alten Meister, um das vor Jahrhunderten gemalte intensiver nachempfinden zu können. Später malte ich abstrakt, empfand das Konkrete als störend. Seit rund 30 Jahren reicht mir die flächig aufgelöste Form in meinen Bildern nicht mehr aus. Um Empfundenes zu verdeutlichen, benötige ich das Detail. Dabei fasziniert mich die Auseinandersetzung mit der menschlichen Physiognomie. Nicht die Beschreibung von Oberfläche, sondern das dahinter Liegende ist von Interesse: Das Wesen Mensch in seiner Zerbrechlichkeit, die sachliche Umschreibung von individueller Wahrheit. Stilistisch verknüpfe ich in meiner Malerei das heute Erlebte mit der Sichtweise der Neuen Sachlichkeit der Zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts und dem Handwerk der Renaissance. In den vergangenen Jahren fertigte ich vorrangig Portraits, Seestücke und Stillleben. Der heutigen Inflation der Bilder kann ich nur mit Sachlichkeit, mit kraftvoller Stille begegnen. Es ist der Reiz des Unmittelbaren, der ein Hineinsehen in andere Seelen ermöglicht. Wenn Farbe nicht nur zu Haut und Stoff, zu Wasser, Stein und Himmel, sondern auch zu Seele wird, dann habe ich die leere Fläche überwunden. ![]() |
||